Kliniktasche packen: Checkliste für dich und dein Baby
Geprüft von Manuel Fernández, matrón · Wie wir arbeiten
In die Kliniktasche gehören drei Dinge: die Unterlagen (Mutterpass, Versichertenkarte, Personalausweis und – je nach Familienstand – Familienstammbuch oder Geburtsurkunde, dazu dein Geburtsplan), deine Sachen (bequeme Kleidung zum Aufknöpfen, Still-BHs, Wochenbetteinlagen, Netzhöschen, Kulturbeutel, Hausschuhe und Ladekabel) und die Sachen fürs Baby (Bodys, Strampler, Mütze, Söckchen, Mulltücher und ein Outfit für die Heimfahrt). Die Babyschale wartet schon eingebaut im Auto. Pack die Tasche zwischen der 32. und 36. SSW, spätestens drei Wochen vor dem Termin.
Hier ist die komplette Packliste in Tabellen zum Ausdrucken und Abhaken – mit dem, was die Klinik meist stellt, und dem, was zu Hause bleiben kann.
Das Wichtigste in Kürze:
- Wann: zwischen der 32. und 36. SSW; nur etwa jedes 20. Baby kommt am errechneten Termin (NHS).
- Wie: am besten zwei Taschen – eine kleine für den Kreißsaal und eine für die Station.
- Auf keinen Fall vergessen: Mutterpass, Versichertenkarte, Ausweis, das Outfit fürs Baby und die Babyschale.
- Vorher fragen: Viele Kliniken stellen Windeln, Einlagen und Babykleidung für den Aufenthalt.
- Füttern: Beim Stillen Still-BHs und Stilleinlagen; wenn du Flasche geben möchtest, frag, was die Klinik stellt.
Wann solltest du die Kliniktasche packen?
Am besten ist sie zwischen der 32. und 36. SSW fertig, spätestens drei Wochen vor dem Termin. Bei Zwillingen, einer Risikoschwangerschaft oder einem geplanten Kaiserschnitt lieber früher – oder passend zum Termin des Kaiserschnitts. Auch wenn du ambulant entbinden möchtest, pack für ein paar Tage: Es kann immer anders kommen.
Stell die Tasche griffbereit in den Flur oder ins Auto, leg die Liste hinein und zeig deinem Partner, wo alles ist. Wann es Zeit ist, in die Klinik zu fahren, liest du in unserem Geburtsratgeber.
Checkliste Kliniktasche (zum Ausdrucken)
Unterlagen
- Mutterpass
- Versichertenkarte der Krankenkasse
- Personalausweis oder Reisepass (von dir und deinem Partner)
- Familienstammbuch bzw. Heiratsurkunde – oder, wenn ihr nicht verheiratet seid, deine Geburtsurkunde und die Vaterschaftsanerkennung (für die Geburtsanmeldung beim Standesamt)
- Geburtsplan und Unterlagen der Klinikanmeldung
- Allergiepass und Liste deiner Medikamente, falls vorhanden
Für die Geburt (kleine Tasche)
- Langes T-Shirt oder bequemes Nachthemd
- Dicke Socken und Hausschuhe oder Badelatschen
- Haargummi und Lippenpflege
- Wasserflasche, Traubenzucker oder Snacks (wenn erlaubt)
- Handy, Ladekabel mit langem Kabel, Kopfhörer
- Brille statt Kontaktlinsen
Für dich nach der Geburt
- Nachthemden oder Schlafanzüge zum Aufknöpfen: 2–3
- Bademantel: 1
- Still-BHs ohne Bügel: 2–3
- Stilleinlagen: 1 Packung
- Wochenbetteinlagen (falls die Klinik keine stellt): 1–2 Packungen
- Netzhöschen oder bequeme Slips: 5–6
- Kulturbeutel: Zahnbürste, Duschgel, Shampoo, Deo, Bürste, Creme: 1
- Brustwarzensalbe: 1
- Handtuch (falls die Klinik keins stellt): 1
- Weite Kleidung für die Heimfahrt (der Bauch ist noch da): 1
- Beutel für Schmutzwäsche: 1
Fürs Baby
- Bodys in Größe 50/56: 2–3
- Strampler oder Schlafanzüge: 2–3
- Söckchen, Mütze und Kratzfäustlinge: 2 von jedem
- Jäckchen: 1
- Mulltücher: 2
- Outfit für die Heimfahrt und Decke oder Overall (im Winter): 1
- Babyschale nach i-Size (R129), rückwärtsgerichtet im Auto eingebaut: 1
Pack jedes Baby-Outfit in einen eigenen Beutel: So findest du alles schnell. Und üb vorher, die Babyschale einzubauen und dein Baby anzuschnallen – sie ist schon für die erste Fahrt nach Hause Pflicht.
Für deinen Partner oder deine Begleitung
- Wechselkleidung, Kulturbeutel, eigene Medikamente
- Essen, Getränke, Kleingeld für Automaten und Parkhaus
- Ladekabel und Powerbank
Füttern in der Klinik
- Wenn du stillst: Du brauchst keine Flasche. Nimm Still-BHs, Stilleinlagen, Brustwarzensalbe und dein Stillkissen mit, wenn du eins hast. Lass die Hebamme bei den ersten Mahlzeiten das Anlegen anschauen.
- Wenn du zufüttern oder abgepumpte Milch geben möchtest: Frag, ob du deine eigene Flasche verwenden darfst. Wenn du schon eine hast, dann mit einem Sauger, der deiner Brust ähnelt – so muss dein Baby zwischen Brust und Flasche nicht umlernen. Am besten wartest du mit dem Zufüttern, bis das Stillen gut eingespielt ist. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Saugverwirrung.
- Wenn du Pre-Nahrung gibst: Die meisten Kliniken stellen während des Aufenthalts trinkfertige Nahrung. Für zu Hause und die ersten Ausflüge hält die Thermoskanne das Flaschenwasser warm, und im Milchpulver-Portionierer hast du die Portionen schon abgemessen dabei.
Was die Klinik meist stellt – und was zu Hause bleiben kann
Das ist von Klinik zu Klinik verschieden: Frag beim Infoabend oder bei der Anmeldung nach. Viele Kliniken stellen für den Aufenthalt Windeln, Wochenbetteinlagen, Netzhöschen und sogar Babykleidung.
Lass Schmuck, Piercings, Nagellack (vor allem, wenn ein Kaiserschnitt möglich ist) und Wertsachen zu Hause. Babykleidung für eine ganze Woche brauchst du auch nicht. Was du zu Hause brauchst, findest du in unserer Checkliste zur Erstausstattung.
Tipps zum Packen der Kliniktasche
- Pack zwei Taschen: eine kleine für den Kreißsaal, eine für die Station.
- Was du zuerst brauchst, kommt nach oben: Unterlagen, Kleidung für die Geburt, das erste Outfit fürs Baby.
- Bei geplantem Kaiserschnitt: hoch geschnittene Slips, die nicht auf der Narbe reiben, und sehr weite Kleidung.
- Wasch die Babykleidung vorher mit einem milden Waschmittel.
- Bau die Babyschale spätestens in der 36. SSW ein.
- Speicher die Nummer des Kreißsaals und den Weg zur Klinik im Handy.
Unsere Flasche
Wenn du stillst und irgendwann abgepumpte Milch geben oder zufüttern möchtest, ist unsere Empfehlung klar: keine Standardflasche, sondern eine maßgefertigte Happymami-Flasche. Den Sauger gestalten wir nach der Form deiner Brust: Du machst einen kurzen Test, und wir fertigen den Sauger, der deiner Anatomie am meisten ähnelt. So findet dein Baby an der Flasche dieselbe Form wie an der Brust. Je ähnlicher der Sauger deiner Brust ist, desto besser.
In der Happymami-Studie mit 1.680 Müttern, veröffentlicht in Matronas Hoy (Fernández Pareja et al., 2024), haben 94,3 % der Babys die Flasche angenommen, und 97,4 % der Mütter haben weiter gestillt. Bestell sie im dritten Trimester, dann ist sie zu Hause, wenn dein Baby kommt – und mit ihr hast du Clara, unsere virtuelle Hebamme, an deiner Seite.
Häufige Fragen zur Kliniktasche
Wann sollte die Kliniktasche gepackt sein?
Zwischen der 32. und 36. SSW, spätestens drei Wochen vor dem Termin. Bei Zwillingen oder Risikoschwangerschaft früher.
Was braucht das Baby in der Klinik?
2–3 Bodys und Strampler, Mütze, Söckchen, Mulltücher, ein Outfit für die Heimfahrt und die Babyschale. Viele Kliniken stellen Windeln und Kleidung für den Aufenthalt.
Was brauche ich bei einer ambulanten Geburt?
Dieselben Unterlagen und das Baby-Outfit für die Heimfahrt. Pack trotzdem für ein, zwei Nächte, falls du doch bleiben musst.
Wie lange bleibt man nach der Geburt in der Klinik?
Nach einer Spontangeburt meist 2–3 Tage, nach einem Kaiserschnitt etwa 3–5 Tage – je nach Klinik und wie es dir und deinem Baby geht.
Was ist die 5-5-5-Regel im Wochenbett?
Eine verbreitete Faustregel zum Erholen: 5 Tage im Bett, 5 Tage auf dem Bett und 5 Tage rund ums Bett, mit wenig Besuch und wenig Haushalt. Keine medizinische Vorgabe, aber sie erinnert daran, dass die ersten Tage dir und deinem Baby gehören.
Tasche oder Koffer?
Was du am leichtesten tragen kannst. Viele nehmen einen kleinen Trolley für die Station und eine Tasche für den Kreißsaal.
Quellen
- NHS. Pack your bag for labour.
- Fernández Pareja et al. Matronas Hoy, 2024.