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Blog: Milchmenge im Fläschchen nach Alter

Milchmenge pro Fläschchen nach Alter: ein Orientierungsleitfaden

Manuel Fernández

Fütterst du mit der Flasche, kennst du die Frage: wie viel Milch nach dem Alter deines Babys? Unsere Hebammen haben die aktuelle Evidenz angesehen und diesen Text für dich geschrieben.

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Wie viel Milliliter ein Neugeborenes aus der Flasche trinkt

Vor den Mengen ein Punkt, der sich ändert. Früher empfahlen Kinderärzte Flaschen nach der Uhr. Heute gilt eine andere Linie: nach Bedarf.

Auch die Flasche nach Bedarf

Das kommt aus der Lage des Neugeborenen. In den ersten Tagen ist der Magen klein und nicht für große Mengen gemacht. Die Natur gibt Kolostrum: wenig, und dicht an Nährstoffen. Dein Baby trinkt kleine Mahlzeiten, ruht, und trinkt wieder.

Wenn die Milch einschießt, wechselt das Baby nicht von einem Moment zum anderen. Es bleibt bei kleinen Mahlzeiten mit Pausen und findet nach und nach sein eigenes Muster.

Bei künstlicher Milch gelten dieselben Empfehlungen: nach Bedarf. Als Orientierung braucht dein Baby vor der Beikost 150 bis 220 ml Säuglingsnahrung am Tag je Kilogramm Gewicht. Wie bei Erwachsenen teilt sich der Tagesbedarf nicht in gleiche Mahlzeiten. Der Appetit wechselt, und es zählt die Summe.

Auf der Packung steht oft eine Menge nach Alter. Nimmt dein Baby bei der zweiten Mahlzeit am Morgen nur 100 ml und die Packung sagt 150 ml, bereite weniger zu und folge dem, was dein Baby will.

Die AEPED weist auf Hunger- und Sättigungszeichen hin. Dein Baby bestimmt die Menge. Nicht zum Trinken drängen.

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Hungerzeichen beim Neugeborenen

Jedes Baby ist einzig. Diese Zeichen sind allgemein, und deins kann andere haben.

  • Früh. „Ich bekomme Hunger.“ Der Mund geht auf, es bewegt sich, dreht den Kopf und sucht.
  • Dazwischen. „Ich habe wirklich Hunger.“ Es streckt sich, bewegt sich mehr oder führt die Hände immer wieder zum Mund.
  • Spät. „Beruhige mich zuerst, dann gib mir zu essen.“ Es weint untröstlich, ist unruhig und wird rot. Warum dein Baby weint.

Zeichen, dass die Mahlzeit reicht

Auch das ist allgemein. Satt wirkt ein Baby, wenn es sich leicht ablenken lässt und das Essen nicht mehr interessiert. Es schläft beim Trinken ein. Es saugt am Sauger viel langsamer und macht längere Pausen. Es streckt Arme und Beine. Oder es fängt an zu spielen. Woran du merkst, ob genug Milch ankommt.

Welche Milch zu welchem Alter

Für die künstliche Ernährung gibt es seit Jahren Anfangsmilch, meist mit einer 1 auf der Packung, von der Geburt bis zu 6 Monaten, und Folgemilch, mit einer 2, ab 6 Monaten. Beides gibt es flüssig und als Pulver zum Anrühren mit Wasser.

Ob im ersten Jahr Typ 1 und Typ 2 getrennt werden müssen, ist umstritten. Die AEPED veröffentlicht dazu, in der Sache der Worte von Carlos González in Mi hijo no me come: Folgemilch ist eine kommerzielle Erfindung mit kaum praktischem Nutzen. In den Vereinigten Staaten empfiehlt die American Academy of Pediatrics, Babys, die nicht gestillt werden, im ganzen ersten Jahr dieselbe Milch zu geben. Auch die WHO hält Folgemilch für unnötig.

Folgemilch ist für ältere Babys nicht besser. Folgemilch ist schlechter als Anfangsmilch, weil sie weniger angepasst ist. Ältere Babys können sie verstoffwechseln und vertragen sie. Die Werbung dreht das um und verkauft Folgemilch als mit Protein angereichert für den wachsenden Bedarf, und sagt dann, dieses Protein sei unnötig.

Weiter reicht der Konsens: ab einem Jahr darf dein Baby Vollmilch von der Kuh oder Wachstumsmilch trinken. Ab zwei Jahren Vollmilch oder teilentrahmte Kuhmilch. So führst du Beikost mit BLW ein. Mehr zu den ersten Tagen steht in der Anleitung fürs Neugeborene.

Zum Schluss

Muttersein ist dicht. Dass du bei Happymami liest, sagt schon etwas: du machst das wahrscheinlich sehr gut. Bleiben Fragen zur Ernährung, geh zur Kinderärztin, damit dein Kind als Ganzes angesehen wird. So wird die Flasche angenommen.

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