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Blog: Muttermilch richtig abpumpen

Milcheinschuss und wie du Muttermilch abpumpst

Manuel Fernández

Wenn du stillst oder stillen willst, gehört der Milcheinschuss zu den ersten Tagen. Manchmal brauchst du auch das Abpumpen. Deshalb hat unser Hebammen-Team bei Happymami diesen Beitrag vorbereitet, für die ersten Tage des Stillens.

Wie lange dauert es, bis die Milch einschießt?

Die AEPED erinnert daran: Stillen ist nicht immer leicht. Du und dein Baby brauchen oft eine Zeit der Eingewöhnung. Sichere dir von Anfang an Hilfe, falls etwas hakt. Mutter-zu-Mutter-Gruppen in deiner Nähe sind eine gute Stütze.

Was ist der Milcheinschuss?

Umgangssprachlich heißt es „die Milch kommt“. Es ist kein reiner Milchstau, sondern eine Schwellung der Drüse. Die Gefäße weiten sich, während sich die Brust aufs Stillen vorbereitet.

Wann kommt er?

Oft am zweiten oder dritten Tag nach der Geburt, an beiden Brüsten. Die Brüste werden straff, geschwollen und warm. Das kann Sorge machen. Dein Baby dockt dann schlechter an, und das Leeren der Brust fühlt sich schwer an.

Zeichen

  • Völlegefühl oder Schwellung.
  • Wärme oder empfindliche Brüste.
  • Milch, die von allein tropft.
  • Spannung oder Härte.
  • Kribbeln oder Stechen, wenn die Milch einschießt.
  • Größere Brüste.
  • Unbehagen oder ein leichter Schmerz.

Was kannst du tun?

Bei einem starken Einschuss rät die AEPED: entspann dich vor der Mahlzeit. Ein warmes Bad oder eine Dusche, eine angenehme Massage an Schultern oder Rücken, Musik. Ein paar Minuten vorher Hautkontakt mit deinem Baby und lokale Wärme, damit die Milch leichter fließt. Biete die Brust etwa alle zwei Stunden an. Zwischen den Mahlzeiten kann Kälte helfen: Kühlgel, Eisbeutel, kalte Kompressen. Ibuprofen nur ohne Allergie und ohne Gegengrund. Kommt dein Baby so nicht an die Brust, probier die sanfte Gegendruck-Technik: Druck auf die Zone um den Ansatz der Brustwarze. Oder frag eine erfahrene Fachperson.

Wann abpumpen?

Abpumpen ist sinnvoll, wenn du dein Baby mit deiner Milch füttern willst und nicht direkt stillen kannst: Arbeit außer Haus, ein Klinikaufenthalt von dir oder ein zu früh geborenes Baby, wenn ihr nicht zusammen liegen könnt.

Vor dem Abpumpen

Hände. Wasch dir die Hände. Warzenhof und Brustwarze musst du nicht bei jedem Mal waschen. Die tägliche Dusche reicht.

Ruhe. Such einen ruhigen, privaten, bequemen Ort. Ist der Pumpeinsatz bereit, wenn du mechanisch abpumpst. Ein Tee oder ein anderes Getränk daneben hilft. Atme tief und ruhig. Ein Foto deines Babys und leise Musik können den Reflex anstoßen, wenn es nicht bei dir ist. Zu den Haltungen: Stillen, Haltungen.

Den Milchspendereflex anregen

Bevor die Milch kommt, braucht es den Spendereflex. Drei Schritte:

  1. Massieren. Drück die Brust mit den Fingerkuppen fest gegen die Brustwand. Kreis an einer Stelle, ohne über die Haut zu rutschen. Beginn oben und geh in einer Spirale zum Warzenhof, ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung.
  2. Streicheln. Streich von oben zur Brustwarze, mit leichtem Kontakt der Fingerkuppen. Geh um die ganze Brust herum, von außen nach innen.
  3. Schütteln. Beug dich nach vorn und schüttle beide Brüste sanft.

Du kannst von Hand oder mit einer Pumpe abpumpen. Mit Übung wird es leichter. Die ersten Male sind oft nur ein paar Tropfen. Das ist normal. Eine Pumpe leert die Brust oft besser als die Hand und kann die Menge mit der Zeit erhöhen.

Abpumpen mit der Hand, Marmet

Die Hand ist mühsamer. Viele Mütter mögen sie, weil Hautkontakt den Spendereflex leichter auslöst. Das passt für ab und zu und für zu Hause.

Ablauf: Hände, Massage wie oben, dann 5 bis 7 Minuten je Brust ausdrücken, noch einmal massieren, 3 bis 5 Minuten, massieren, noch etwa 3 Minuten. Leg Daumen, Zeige- und Mittelfinger als C, etwa 3 bis 4 cm hinter der Brustwarze. Die Brust soll nicht auf der Hand liegen. Drück die Finger nach hinten, zu den Rippen, ohne sie zu spreizen. Bei einer großen oder hängenden Brust heb sie erst an. Dreh die Finger, um andere Zonen zu leeren. Eine Hand oder beide. Sanft, ohne zu ziehen und ohne die Brustwarze zu quetschen. Das Ganze dauert oft 20 bis 30 Minuten.

Welche Pumpe?

  • Manuell oder einfach elektrisch. Für ab und zu, oder ein bis zwei Mahlzeiten am Tag. Eine Ball- oder Trichterpumpe raten wir nicht.
  • Doppelt elektrisch. Wenn du oft und lange pumpst: ein zu früh geborenes Baby, Arbeit und Stillen, oder mehr Milch. Manche Apotheken, Stillgruppen oder Verleihe geben Klinikpumpen aus. Teil keine elektrische Pumpe, die nicht für die Klinik gebaut ist. Keine Pumpe darf wehtun.

So nutzt du eine einfache Pumpe

Hände waschen. Brust wie bei der Hand vorbereiten: massieren, streicheln, schütteln. Den passenden Trichter aufsetzen. Kurz und schnell beginnen, wie das Rufen deines Babys nach der Milch. Wenn Milch kommt, länger und gleichmäßig ziehen, ohne so stark zu saugen, dass es schmerzt. Hat die Pumpe Stufen, fang unten an und geh hoch, bis die Milch fließt und du dich wohlfühlst. 5 bis 7 Minuten je Seite, nach der Massage, oder bis der Strahl langsamer wird. Wechsel die Brust und wiederhol das zwei- oder dreimal. Am Anfang nur Tropfen: normal. Später wird es mehr.

Eine doppelte elektrische Pumpe macht dasselbe an beiden Brüsten zugleich. Die Pumpe ist wirksamer und kürzer. Während des Pumpens zu massieren und am Ende mit der Hand nachzuleeren hilft, egal welche Methode.

Größe der Trichter

Abpumpen darf nicht wehtun. Ist der Trichter zu groß, saugt er schlecht an, regt die Milch weniger an und leert die Brust nicht gut. Ist er zu klein, kann es schmerzen, Schrunden geben und die Saugkraft stimmt nicht. Manchmal braucht jede Brust eine andere Größe.

Zum Schluss

Jeder Fall ist besonders. Bei Zweifel geh zu deiner Hebamme: Gespräch, Untersuchung der Brust und ein Blick auf die Mahlzeit. Die Muttermilch zählt, und die Phasen zu kennen hilft euch, das Stillen in Gang zu bringen. Wenn eine Flasche dazukommt, ist Happymami nach Maß gestaltet, um das Stillen zu schützen.

Gestalte deine Flasche

Mehr zu Stillproblemen: Leitfaden zu Stillproblemen.

Häufige Fragen

Wann pumpst du am besten? Oft morgens, wenn mehr Milch da ist. Auch zwischen den Mahlzeiten, wenn dein Baby nicht hungrig ist.

Wie kommt mehr Milch? Ein fester Rhythmus, trinken, ruhen. Oft leeren und die Brust ganz leeren hilft der Menge.

Wie lange hält abgepumpte Milch? In diesem Beitrag: bis zu 4 Stunden bei Raumtemperatur, 3 bis 4 Tage im Kühlschrank, bis zu 6 Monate im Gefrierschrank, in sauberen Behältern.

Woran merkst du den Einschuss? Völle, Kribbeln oder Wärme, Milch die tropft, straffere oder empfindlichere Brüste. Oft zwischen Tag 2 und 5.

Harte Brust? Ja, das kommt vor, durch Milch und mehr Durchblutung. Häufig stillen, Wärme vor der Mahlzeit, Kälte danach, abpumpen wenn der Druck groß ist. Bleibt der Schmerz oder kommen Zeichen einer Infektion, frag eine Fachperson.

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