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Muttermilch aufbewahren: wie lange sie hält (Tabelle und Tipps)

Muttermilch aufbewahren: wie lange sie hält (Tabelle und Tipps)

Aktualisiert am

Geprüft von Manuel Fernández, Entbindungspfleger · Wie wir arbeiten

Frisch abgepumpte Muttermilch hält bis zu 4 Stunden bei Zimmertemperatur, etwa 3 Tage im Kühlschrank und etwa 6 Monate im Gefrierschrank (bis zu 12 in einem sehr kalten Gefrierschrank). Aufgetaute Milch musst du im Kühlschrank innerhalb von 24 Stunden verbrauchen und darfst sie nie wieder einfrieren. Wenn du abpumpst, weil du wieder arbeiten gehst oder deinem Baby deine eigene Milch zufüttern möchtest, findest du hier die vollständige Tabelle unserer Hebammen, wie du Muttermilch auftaust und erwärmst und welche Methoden zum Zufüttern deine Stillbeziehung schützen.

Tabelle: Muttermilch aufbewahren

Muttermilch Bei Zimmertemperatur (25 °C oder weniger) Im Kühlschrank (4 °C oder weniger) Im Gefrierschrank
Frisch abgepumpt, in geschlossenem Behälter Ideal 3–4 Stunden. Höchstens 6–8 Stunden, wenn sehr hygienisch abgepumpt wurde Ideal 72 Stunden (3 Tage). Bis zu 4 Tage, wenn der Kühlschrank 4 °C oder weniger hat Gefrierfach im Kühlschrank: 2 Wochen. Gefrierschrank mit eigener Tür: 3 Monate. Gefriertruhe bei -19 °C oder kälter: 6 Monate (bis zu 12)
Im Kühlschrank aufgetaut 1–2 Stunden 24 Stunden ab dem vollständigen Auftauen Nicht wieder einfrieren
Erwärmt oder mit warmem Wasser aufgetaut Bei dieser Mahlzeit verbrauchen Nicht für eine weitere Mahlzeit aufheben Nicht wieder einfrieren
Reste einer Mahlzeit (das Baby hat schon getrunken) Nach 1–2 Stunden wegschütten Nicht aufheben Nicht einfrieren

Frisch abgepumpte Milch solltest du so schnell wie möglich kühlen. In einer Kühltasche mit Kühlakkus hält sie bis zu 24 Stunden (CDC); zu Hause verbrauchst du sie, stellst sie in den Kühlschrank oder frierst sie ein.

Muttermilch im Kühlschrank und eingefroren: wie lange hält sie nach dem Abpumpen?

Wie lange du Muttermilch aufbewahren kannst, hängt von der Temperatur ab: von einigen Stunden bei Zimmertemperatur bis zu 6–12 Monaten in einem Gefrierschrank unter -19 °C. Eingefrorene Milch bleibt mit der Zeit sicher, verliert aber etwas an Qualität. Deshalb verbrauchst du sie am besten in den ersten 6 Monaten.

Allgemeine Tipps zum Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch

  • Wasch dir die Hände, bevor du abpumpst und mit der Muttermilch hantierst.
  • Verwende Behälter, die mit heißem Wasser und Spülmittel gut gereinigt und nachgespült wurden, oder reinige sie in der Spülmaschine.
  • Verwende, wann immer möglich, frische (nicht eingefrorene) Milch.
  • Friere Milch, die du sicher nicht in den nächsten drei Tagen brauchst, so bald wie möglich ein.
  • Wenn du sie nicht direkt nach dem Abpumpen einfrieren kannst, stell sie so schnell wie möglich in den Kühlschrank, bis du sie verbrauchst oder einfrierst.
  • Bewahre sie in kleinen Portionen auf (50–100 ml), damit du nur so viel auftaust, wie dein Baby trinkt.
  • Beschrifte die Behälter mit dem Datum und verbrauche immer zuerst die älteste Milch.
  • Du kannst Milch aus verschiedenen Pumpsitzungen zusammengießen: Kühle die frisch abgepumpte Milch zuerst, bevor du sie zur bereits kalten gibst, und gib nie warme Milch zu gefrorener. Es zählt das Datum der ältesten Milch (CDC).
  • Schwenke die aufgetaute Milch sanft, damit sich das Fett, das sich meist absetzt, wieder verteilt.

Muttermilch erwärmen und auftauen

Am besten taust du sie langsam im Kühlschrank auf, zum Beispiel über Nacht. Brauchst du sie sofort, halte den geschlossenen Behälter unter lauwarmes fließendes Wasser oder stell ihn in eine Schüssel mit warmem Wasser. Erwärmen ist nicht nötig: Viele Babys trinken sie zimmerwarm oder kalt.

Was du tun kannst

  • Wasser in einem Topf erhitzen und den geschlossenen Milchbehälter, schon vom Herd genommen, hineinstellen, bis die Milch die gewünschte Temperatur hat.
  • Sie unter lauwarmes fließendes Wasser halten oder einen Flaschenwärmer verwenden.
  • Sanft schwenken und vor dem Füttern mit ein paar Tropfen auf dem Handgelenk die Temperatur prüfen.

Was du nicht tun solltest

  • Sie in der Mikrowelle erwärmen oder auftauen: Sie erhitzt ungleichmäßig, kann den Mund deines Babys verbrühen und zerstört einen Teil der Abwehrstoffe.
  • Sie direkt auf dem Herd erhitzen oder im Wasserbad auf der heißen Platte.
  • Sie kochen.
  • Aufgetaute Milch wieder einfrieren.

Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Pflege von Neugeborenen.

Welche Behälter eignen sich zum Aufbewahren von Muttermilch?

Die Behälter können aus Kunststoff oder Glas sein, lebensmittelecht und mit gut schließendem Deckel. Mit weiter Öffnung lassen sie sich leichter reinigen.

Es gibt auch Gefrierbeutel aus Kunststoff (einzeln oder als Eiswürfelform), praktisch und günstig, die aber leichter auslaufen, weil sie weniger stabil sind und Löcher bekommen können. Deshalb bewahrst du sie besser in einem zweiten Beutel auf. Es gibt auch Beutel, die man direkt an die Milchpumpe anschließt, aber sie sind teuer und nur einmal verwendbar.

Geschmacksveränderungen bei aufbewahrter Milch

Manche Mütter bemerken, dass ihre eingefrorene Muttermilch sauer oder sogar ranzig riecht. Der Geruch entsteht durch eine Veränderung der Fettstruktur, vor allem durch die Gefrier- und Auftauzyklen von Gefriergeräten mit automatischer Abtaufunktion.

Manche Babys lehnen sie dann ab, meistens aber nicht, und schädlich ist sie für dein Baby nicht. Wenn du die Milch direkt nach dem Abpumpen schnell einfrierst und sie gleich nach dem Herausnehmen erwärmst, passiert das seltener.

Was tun, damit abgepumpte Muttermilch nicht sauer wird?

Bei manchen Müttern arbeitet die Lipase (ein Enzym in der Milch) sehr schnell, und die Milch riecht schon nach wenigen Stunden sauer. Dann kannst du die Milch vor dem Einfrieren erhitzen: Gib sie in einen Topf auf den Herd und nimm sie herunter, sobald am Topfrand ganz kleine Bläschen aufsteigen, ohne dass sie kocht. Füll sie danach in den Behälter zum Einfrieren um, kühle sie schnell ab (in kaltem Wasser mit Eis) und friere sie ein.

Zufüttern mit Muttermilch: die Methoden

Manchmal muss man das Stillen mit zusätzlichen Mahlzeiten ergänzen, zum Beispiel wenn ein Baby nicht genug zunimmt und der Kinderarzt das Zufüttern empfiehlt. Damit dein Stillen nicht darunter leidet, gibt es verschiedene Möglichkeiten; wir erklären sie dir, damit du die für euch passende wählen kannst.

Was ist Zufüttern und welche Arten gibt es?

Zufüttern bedeutet, dass dein Baby zusätzlich zur Brust Milch bekommt, entweder Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Sofern dein Kinderarzt nichts anderes sagt, versucht man zuerst, mit abgepumpter Milch der Mutter zuzufüttern, dann mit Spendermilch (wenn die Mutter einverstanden ist) und zuletzt mit Pre-Nahrung.

Wie viel sollte ich meinem Baby zufüttern?

Die Menge legt der Kinderarzt fest, je nach Lebenstagen, Gewicht und Situation deines Babys, so dass sie weder die Stillmahlzeiten noch deine Milchbildung stört. Fütterst du Pre-Nahrung zu, pumpe möglichst so viel Milch ab, wie dein Baby an Pre-Nahrung trinkt: So versteht dein Körper, dass er diese Menge bilden soll, und es fällt dir leichter, wieder voll zu stillen. Für unterwegs hilft dir ein Milchpulver-Portionierer, die abgemessenen Pulvermengen griffbereit zu haben.

Still-Ratgeber von Happymami

Wie gibt man die zusätzliche Milch?

Am besten gibst du sie nach dem Stillen, mit der Methode, die für dich am besten passt, oder mit einem Brusternährungsset, während dein Baby an der Brust trinkt.

Methoden zum Zufüttern

Es gibt mehrere Methoden, einem gestillten Baby etwas zuzufüttern. Bei der Wahl solltest du den Grund für das Zufüttern und diese Punkte berücksichtigen:

  • Das Alter des Babys und ob es effektiv saugt oder nicht.
  • Ob die Methode gutes Saugen fördert.
  • Die Milchmenge, die gegeben werden muss.
  • Ob sie kurz oder lange verwendet wird.
  • Kosten und Verfügbarkeit.
  • Wie einfach sie anzuwenden und zu reinigen ist.
  • Was Mutter und Baby lieber mögen: Ihr beide müsst euch mit der Methode wohlfühlen.

Im Folgenden erklären wir dir Vor- und Nachteile jeder Methode und wie du sie anwendest, vor allem in den ersten Lebenswochen.

Füttern mit Brusternährungsset

Mit einem Brusternährungsset bekommt dein Baby abgepumpte Muttermilch oder Pre-Nahrung, während es an der Brust saugt. Es besteht aus einem Milchbehälter (Beutel oder Flasche), den die Mutter um den Hals trägt, mit zwei dünnen Schläuchen, die mit Pflaster an der Brust befestigt werden und deren Ende an der Spitze der Brustwarze liegt. Wenn das Baby andockt und saugt, bekommt es die Milch aus dem Set zusammen mit der aus der Brust. Das Saugen regt die Milchbildung an, und die Milch aus dem Set belohnt das gute Saugen.

Es gibt Schläuche in verschiedenen Stärken, damit mehr oder weniger Milch fließt. Meist beginnt man mit dem dicksten und wechselt zu dünneren, je besser das Baby saugt, damit es sich mehr anstrengen muss. Außer bei Zwillingen wird der zweite Schlauch abgeklemmt, wenn nur einer verwendet wird, damit er nicht tropft. Nach jedem Gebrauch müssen Behälter und Schläuche gründlich gereinigt werden.

  • Besonders geeignet ist es bei der Relaktation (die Milchbildung nach frühem Abstillen wieder in Gang bringen) oder beim Stillen adoptierter Babys.
  • Es hilft auch Babys, die ungern saugen, an der Brust anzudocken, weil die Milch schneller und in größerer Menge fließt.

Am Anfang kann es kompliziert wirken, aber mit Übung werden Mütter sehr sicher darin, und es ist sehr wirksam.

Füttern mit dem Löffel

Abgepumpte Milch mit einem kleinen Löffel zu geben, ist in den ersten Lebenstagen sehr hilfreich. Wenn du das Kolostrum von Hand gewinnst, kannst du es direkt mit dem Löffel von der Brust auffangen und deinem Baby anbieten, indem du den Löffel an seine Unterlippe legst, damit es die Milch aufleckt. Bei Babys, die sich selten melden, viel schlafen oder die Brust wenig anregen, stärkt das außerdem das Vertrauen der Mutter. Es ist günstig und immer zur Hand. Geeignet für kleine Mengen in den ersten zwei, drei Tagen; braucht das Baby mehr, wird es mühsam.

Baby wird mit dem Löffel mit abgepumpter Muttermilch gefüttert

Löffelflasche

Ein flaschenähnlicher Behälter mit Ventil, der statt eines Saugers einen löffelförmigen Rand hat. Praktisch, wenn das Baby von der Mutter getrennt ist und eine andere Person die abgepumpte Milch gibt. Er fasst große Mengen, eignet sich für längere Zeit, ist einfach und eine gute Alternative, wenn die Person, die das Baby füttert, andere Methoden „seltsam“ oder kompliziert findet. Es gibt mehrere Modelle zu einem erschwinglichen Preis.

Füttern mit Becher oder Glas

Das Becherfüttern ist bei Frühchen und reif geborenen Babys hilfreich. Es ist günstig, bequem und leicht zu reinigen: Ein Glas aus dem Haushalt oder ein spezieller Babybecher reicht. Es eignet sich für kleine Mengen und bei älteren Babys auch für größere.

Es braucht etwas Übung, damit keine Milch verschüttet wird. Das Baby sollte möglichst aufrecht sein. Der Becher wird an die Unterlippe gelegt und geneigt, bis die Milch sie leicht berührt: Die Milch wird nicht in den Mund gegossen, sondern das Baby nimmt sie mit der Zunge auf. Babys mit niedrigem Gewicht lecken die Milch meist mit der Zunge auf, reif geborene oder ältere Babys schlürfen sie.

Baby trinkt abgepumpte Muttermilch aus einem kleinen Becher

Fingerfeeding mit Spritze oder Sonde

Dabei steckt man einen sauberen Finger in den Mund des Babys, mit der Fingerkuppe zum Gaumen, hilft ihm sanft, den Mund weit zu öffnen, und achtet darauf, dass die Unterlippe nach außen gestülpt ist. Wenn es richtig am Finger zu saugen beginnt, bekommt es als Belohnung etwas Milch. Besonders hilfreich ist das bei Babys mit Anlegeproblemen oder wenig effektivem Saugen, bei Frühchen oder wenn Mutter und Baby in den ersten Tagen wegen einer Erkrankung getrennt sind.

Für die Milch kannst du verwenden:

  • Eine Spritze: Mit der freien Hand legst du die Spritzenspitze an die Unterlippe, in die Lücke zwischen Finger und Mundwinkel, und gibst die Milch ab, wenn das Baby saugt, mit der Spritze leicht nach unten geneigt, während es weiter am Finger saugt. Gibst du die Milch nur mit der Spritze direkt in den Mund, ohne Finger, kann das Baby Mund und Lippen schließen und schlecht saugen, und genau das will man vermeiden; deshalb verwendest du sie besser immer zusammen mit dem Finger.
  • Eine Spritze mit FingerFeeder: ein Silikonkegel, der an die Spritze angeschlossen und bis zur Fingerspitze in den Mund eingeführt wird, damit die Milch dort ankommt, wo das Baby sie aus der Brust saugen würde.
  • Eine Sonde: Die Spitze (einer Ernährungssonde oder des Schlauchs eines Brusternährungssets) liegt an der Fingerkuppe, wenn du den Finger in den Mund einführst. Sie kann an eine Spritze, ein Brusternährungsset oder eine Flasche als selbst gebautes Brusternährungsset angeschlossen sein; beim Saugen leert das Baby den Behälter.

Für das Fingerfeeding mit Spritze brauchst du beide Hände, und allein kann es schwierig sein. Halte dein Baby so aufrecht wie möglich, zum Beispiel mit einem Kissen oder auf deinen Beinen, mit den Füßen auf einer Stufe oder einem Hocker.

Füttern mit der Flasche

Bequemer ist es, mit der Flasche zuzufüttern. Dann ist es wichtig, eine Flasche zu verwenden, die dein Stillen so weit wie möglich schützt und deiner Brust so ähnlich wie möglich ist. Gib sie in ruhigem Tempo, mit halb aufrechtem Baby, damit die Mahlzeit dem Stillen so nahe wie möglich kommt.

Fazit: Muttermilch aufbewahren und zufüttern

Jedes Baby und jede Stillzeit ist anders, also pass diese Empfehlungen an eure Situation an. Kühle deine Milch so schnell wie möglich, beschrifte sie mit dem Datum, taue sie im Kühlschrank oder mit lauwarmem Wasser auf und nie in der Mikrowelle. Bei weiteren Fragen ist bei Happymami Clara, unsere virtuelle Hebamme, rund um die Uhr für dich da (sie ist mit mehr als 100.000 Gesprächen mit Müttern trainiert), und in unserer WhatsApp-Community beantwortet Manuel, Entbindungspfleger und Gründer von Happymami, deine Fragen. Wenn dich etwas an der Gesundheit deines Babys beunruhigt, wende dich an deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin.

Happymami-Babyflasche, die zum Stillen passt

Unsere Flasche

Dieser Ratgeber wird von Happymami veröffentlicht, und in diesem Abschnitt geht es um unser Produkt. Hier siehst du, wie wir arbeiten.

Wenn du mit der Flasche zufütterst, kannst du die Happymami-Flasche verwenden: eine mit Hebammen entwickelte Flasche, deren Sauger nach der Form deiner Brust maßgefertigt wird. So beugst du bei deinem Baby der Saugverwirrung vor und schützt dein Stillen.

In der Happymami-Studie mit 1.680 Müttern, vorgestellt auf dem Kongress der IHAN Spanien 2024 und veröffentlicht in Matronas Hoy (Fernández Pareja et al., 2024), nahmen 94,3 % der Babys die Flasche an, und 97,4 % der Mütter stillten weiter.

Quellen

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